Warum ich Beziehungscoaching mache

Meine Geschichte

Wie ich dahin gekommen bin

Schon als junger Teenager war klar: Es wird entweder Psychologie oder Tiermedizin. Beides hat mich von klein auf fasziniert — und beides hat mich nie ganz losgelassen. Die Entscheidung fiel dann relativ kurzfristig zugunsten der Tiermedizin. Nicht ohne Grund: Ich bin mein ganzes Leben geritten, hab jede freie Minute im Stall verbracht. Pferde waren meine Welt.

26 Jahre später bin ich immer noch selbstständig mit einer spezialisierten Praxis für Pferdezahnbehandlung — und ich hab diese Entscheidung nie bereut.

Das Interesse an Psychologie ist aber nie weggegangen. Die letzten zwanzig Jahre hab ich parallel zu meiner Arbeit als Tierärztin Psychologiebücher gelesen — und was mich dabei immer am meisten fasziniert hat, waren zwischenmenschliche Dynamiken.


Aber im Leben dürfen sich Dinge ändern

Irgendwann — nach etwa elf Jahren — schlich sich etwas ein, das ich mir lange nicht erklären konnte: eine Art innere Leere. Kein Drama, keine Krise. Einfach das Gefühl: Ist das jetzt alles? Geht das so noch die nächsten 25 Jahre weiter? Von außen war alles gut. Schöne Wohnung, angenehme Kunden, solides Einkommen. Und trotzdem. Ich hab mich damals für undankbar gehalten — weil ich einfach nicht verstanden hab, was da in mir vorging.

Heute weiß ich: Mein größtes Grundbedürfnis ist persönliches Wachstum. Mein zweites ist Neuheit. Und wenn diese beiden Bedürfnisse über Jahre nicht gespeist werden, dann meldet sich das — leise, aber beharrlich. (Wenn du deine eigenen Grundbedürfnisse kennenlernen willst: genau das ist das Thema meines E-Books „Was ich wirklich brauche“.)

Als ich dann die Ausbildung zum Beziehungscoach entdeckte, war sofort klar: Das ist es. Nicht weil mein alter Beruf falsch war — sondern weil ich endlich wieder beides hatte. Etwas Vertrautes und etwas Neues. Zwei Berufe, die ich liebe, und einen, der mich jeden Tag weiterwachsen und Neues erleben lässt. Ich arbeite heute zweigleisig — in der Pferdepraxis und als Beziehungscoach — und genau das fühlt sich richtig an.

Familie & Beziehungen

Parallel dazu hatte ich mein ganzes Leben eine andere Baustelle.

Ich bin aufgewachsen mit einem Vater, der gegangen ist, als ich sechs war. Von einem Tag auf den anderen. Und mit einer Mutter, die emotional schlicht überfordert war — nicht böswillig, aber emotional nicht erreichbar. Als Kind war ich in vielem auf mich alleine gestellt. Das formt. Ich hab daraus ein ängstlich-vermeidendes Bindungsmuster entwickelt — und das hat sich durch meine Beziehungen gezogen wie ein roter Faden.

Ich war immer wieder bei Vermeidern. Ich kannte die Dynamik nicht beim Namen, aber ich lebte sie. Den Sog. Das Warten. Das Gefühl, nie ganz anzukommen. Den Schmerz, wenn Nähe sich plötzlich in Distanz verwandelt.

Und dann kam der Punkt, an dem ich so tief in diesem Schmerz war, dass ich zum ersten Mal wirklich bereit war, hinzuschauen — nicht beim anderen, sondern bei mir. In dieser Zeit lief mir die Ausbildung zum Beziehungscoach über den Weg. Ich hab sie gemacht.

Es war das Beste, was mir passieren konnte.

Ich hab mich mit einer Intensität in die Themen eingearbeitet, die meinem Anspruch an mich selbst entspricht — so wie ich es aus dem Tiermedizinstudium kenne: gründlich, fachlich fundiert, in die Tiefe. Ich wollte wirklich verstehen, was da passiert — in mir, in Bindungssystemen, in Beziehungsdynamiken.

Heute würde ich sagen: Ich habe mir ein sicheres Bindungsmuster erarbeitet.

Was mich dabei angetrieben hat — und bis heute antreibt — ist ein Gedanke, den ich unglaublich traurig finde: dass zwei Menschen füreinander genug Liebe empfinden, dass eine Beziehung funktionieren könnte. Und dass trotzdem die eigenen Bindungsmuster, die eigenen Schutzstrategien dazwischenkommen. Dass man sich verletzt, leidet, aneinander vorbeilebt — obwohl die Grundlage da wäre. Und dass so viele Beziehungen daran auseinanderbrechen.

Deswegen bin ich Beziehungscoach. Um Menschen, die das Potenzial haben, die die Liebe füreinander haben, einen anderen Weg zu ermöglichen — gemeinsam zu wachsen, statt an den eigenen Mustern zu scheitern.

Nicht nur weil ich das an vielen Stellen gelesen hab — sondern weil ich weiß, wie es sich vorher angefühlt hat, und wie es sich jetzt anfühlt. Ich bin den Weg selbst gegangen. Ich kenn jeden Schritt. Und ich weiß, dass er funktioniert.

Dein Weg mit mir

Was das für unsere Arbeit bedeutet

Ich kenn diesen Weg von innen. Ich weiß, wie es ist, die Lösung immer im Außen zu suchen — dass sich der andere endlich verändern soll, dass nur der richtige Partner fehlt. Ich hab das selbst geglaubt, über vierzig Jahre lang.

Heute weiß ich: Die Lösung ist nicht im Außen. Sie ist immer in uns selbst.

Und das ist der Kern meiner Arbeit. Bei mir geht es im Beziehungscoaching nicht in erster Linie um deine Beziehung zu deinem Partner. Es geht um deine Beziehung zu dir selbst. Wenn die sich verändert, verändert sich auch das Außen — oft auf eine Weise, die du dir vorher nicht vorstellen konntest.

Manche merken, dass ihre Beziehung sich verändert, wenn sie sich verändern — häufig zum Besseren. Andere merken, dass der Mensch an ihrer Seite vielleicht doch nicht der passende ist. Beides ist ein gutes Ergebnis. Mein Ziel ist nicht, eine Beziehung auf Teufel komm raus zu erhalten — mein Ziel ist, dass du wieder Kontakt zu dir bekommst und von dort aus weißt, was für dich richtig ist.


Wofür ich stehe

  • Klarheit statt stundenlanges Grübeln
  • Realität & Wahrheit ernst nehmen (auch wenn’s weh tut)
  • Muster & Dynamiken verstehen
  • Eigene Bedürfnisse erkennen – und damit in Kontakt gehen
  • Verbindung möglich machen – ohne Selbstübergehen

Hintergrund & Qualifikation

Ich habe die Ausbildung zum traumasensiblen Beziehungscoaching abgeschlossen und arbeite zusätzlich mit einem Schwerpunkt an Bindungsdynamiken und beziehungsfördernder Kommunikation.

In meiner Arbeit verbinde ich Prozessarbeit (was passiert in dir – emotional und körperlich) mit einem klaren Verständnis von Bindungs- und Beziehungsmustern.

Beziehungscoach online

Herz
Ich erweitere meine Kenntnisse fortlaufend durch Kurse, Fachliteratur und Weiterbildung

Kurse & Bücher, die in meine Arbeit einfließen:

.

  • Ausbildung zum zertifizierten Beziehungscoach (Emanuel Erk)
  • Secure Love: Create a Relationship That Lasts a Lifetime* (Julie Mennano)
  • Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe: Der wissenschaftlich fundierte Beziehungs- und Eheratgeber vom Bestsellerautor: Für langfristige und erfüllte Partnerschaften* (John Gottman)
  • 5 Konflikte, die jedem Paar begegnen: … und wie die Liebe daran wachsen kann | Wie jede Partnerschaft die fünf häufigsten Konflikte vermeidet oder lernt, auf Dauer mit ihnen umzugehen* (John Gottman)
  • Entwicklungstrauma heilen: Alte Überlebensstrategien lösen – Selbstregulierung und Beziehungsfähigkeit stärken – Das Neuroaffektive Beziehungsmodell zur Traumaheilung NARM*(Laurence Heller)
  • Deine Grenzen hüten, kennen, friedvoll leben (Verena König)
  • Warum wir uns immer in den Falschen verlieben: Beziehungstypen und ihre Bedeutung für unsere Partnerschaft (Levine, Heller)
Herz

Persönlich

Wenn du herausfinden willst, ob Coaching gerade zu deinem Thema passt, buche dir ein kostenloses